© insta_photos – stock.adobe.com

Das Berliner Digital Healthcare Unternehmen Fosanis hat zusammen mit dem gynäkologischen Tumorzentrum der Charité Berlin einen interaktiven Themenbereich für Frauen mit Eierstockkrebs entwickelt. Integriert ist dieser in die „Themenreisen“ der App Mika. Mika ist die erste digitale Gesundheitsanwendung (DiGA), die für Krebs in das Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen wurde.

„Themenreisen“ sind eines der wesentlichen Bestandteile von Mika. Sie werden unter anderem mit Onkologinnen und Onkologen sowie Psychoonkologinnen und Psychoonkologen der Charité Berlin und dem Universitätsklinikum Leipzig entwickelt. Jede „Themenreise“ widmet sich einem Schwerpunktthema wie beispielweise „Erschöpfung mindern“, „Kontrolle gewinnen“ oder „Kraftquellen aktivieren“. Sie bieten Achtsamkeits-, Bewegungs-, Entspannungs-, Erklär- und Informationsbeiträge sowie Tagebuch- und Journalübungen, die aufeinander aufbauen. Das Ziel: Betroffenen dabei helfen, die seelischen und körperlichen Folgen der Krankheit besser kennenzulernen und diese nachhaltig zu mindern.

Die neue „Themenreise“ bietet Frauen mit Eierstockkrebs evidenzbasierte Informationen zu ihrer Erkrankung. Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie an der Charité Berlin erklärt dort, wie Eierstockkrebs erkannt wird und wie der Behandlungspfad aussieht, von der Operation über die Chemo- bis zur Erhaltungstherapie.

Begleitet wird diese „Themenreise“ von den persönlichen Erfahrungsberichten der Kunsthistorikerin Jutta Vinzent, die mit 43 Jahren die Diagnose Eierstockkrebs erhielt und seit fast 10 Jahren mit der Erkrankung lebt. Sie berichtet davon, wie sie damit umgeht und was ihr Kraft und Zuversicht gibt.

Evidenzbasierte Krebstherapie: digital begleiten wirkt

Jährlich erkranken laut Deutschem Krebsinformationsdienst rund 7.500 Frauen in Deutschland an dem bösartigen Krebs. Erkannt wird er oft erst in weit fortgeschrittenem Stadium.

Eine kürzlich durchgeführte Pilotstudie der gynäkologischen Onkologie an der Berliner Charité gibt deutliche Hinweise darüber, dass eine regelmäßige Nutzung der Mika-App die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen mit einer gynäkologischen Krebserkrankung steigert und psychische Belastungen reduziert.

Über die Mika App

Mika ist eine personalisierte Therapiebegleitung von an Krebs Erkrankten und wurde vom Digital Health Unternehmen Fosanis in Kooperation mit führenden onkologischen Forschungseinrichtungen und Tumorzentren wie der Berliner Charité und dem Uniklinikum Leipzig entwickelt. Neben Wissensvermittlung begleitet die App Betroffene während ihrer Krankheit mit wissenschaftlich erprobten Methoden und validierten Techniken des Therapie-Managements. Zum Programm gehören unter anderem Bewegungstrainings, Ernährungs-Empfehlungen und Achtsamkeitsübungen. Weitere auf der Mika-Webseite: www.mitmika.de.

Quelle: The medical network