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Ab sofort können sich Patient:innen mit einer Krebserkrankung die Mika-App von ihren Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen verschreiben lassen. Mika ist die erste und bis jetzt einzige personalisierte Krebstherapiebegleitung für Patient:innen, die als zugelassene digitale Gesundheitsanwendung (DiGA oder App auf Rezept) von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden kann. Das Angebot konzentriert sich insbesondere auf die psychischen Auswirkungen von Krebserkrankungen und Krebstherapien sowie die Aufklärung und Motivation der Betroffenen.

Über eine App bietet die digitale Therapiebegleitung wissenschaftlich fundierte und geprüfte Informationen zu Krebserkrankungen. Zudem begleitet sie Betroffene mit wissenschaftlich erprobten Methoden und validierten Techniken des Therapiemanagements. Zum Programm gehören etwa Bewegungstrainings, Ernährungsempfehlungen und Achtsamkeitsübungen. Ziel ist es, Patient:innen eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen und zu einem selbstbestimmten Leben mit der Diagnose Krebs zu befähigen. Die verschiedenen Bestandteile der Mika-App wurden unter anderem mit Onkolog:innen und Psychoonkolog:innen der Charité Berlin und des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) entwickelt und werden kontinuierlich wissenschaftlich geprüft.

Dr. Jan Simon Raue, Mitgründer und Geschäftsführer von Fosanis, Entwickler der Mika-App, erklärt: „Unsere Vision ist es, dass kein Mensch, der mit einer Krebsdiagnose leben muss, zusätzlich mit Hilflosigkeit belastet ist. Bei Mika achten wir penibel auf die Qualität unserer Inhalte. Alle Informationen, die Mika bereitstellt, durchlaufen eine strenge Qualitätssicherung. Medizinisch relevante Inhalte sind von Onkolog:innen geprüft und mit den aktuellen Behandlungsleitlinien und dem Stand der Wissenschaft abgeglichen. So gewährleisten wir hochwertige Inhalte, die gleichzeitig eine leicht verständliche Sprache sprechen.“

„App auf Rezept“ hilft mit Künstlicher Intelligenz

Nutzer:innen erhalten bei Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen ein Rezept, das sie bei der jeweiligen Krankenversicherung einreichen. Die Krankenkasse versendet im Anschluss den Code zur Freischaltung der App. Direkt nach der Registrierung bei Mika geben Patient:innen ihre spezielle Krebserkrankung sowie Symptome und Befinden ein. Die Künstliche Intelligenz hinter der App nutzt diese Informationen, um personalisierte Inhalte anzuzeigen und auf die individuellen Bedürfnisse von Krebspatient:innen anzupassen.

Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf, Psychoonkologin und Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig, verweist auf ihre Erfahrungen mit der Nutzung von Mika bei Krebspatient:innen: „Mika aktiviert und motiviert die Patient:innen durch das KI-gestützte personalisierte Angebot. Nutzer:innen berichten davon, mental gestärkt zu werden und zielgerichtetere Fragen in der Arztkonsultation stellen zu können. Die App verschafft ihnen die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln. Sie fühlen sich dadurch mündiger, motivierter und mutiger.“

DiGA und die hohen Anforderungen an Datenschutz

Zuständig für die Aufnahme als DiGA ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dafür durchlaufen die Hersteller der Apps einen anspruchsvollen Prozess, der nicht nur eine Medizinprodukt-Zertifizierung voraussetzt, sondern beispielsweise auch Anforderungen an den Datenschutz und den medizinischen Nutzen der Anwendung.

Das DVG ermöglicht Patient:innen einen gesetzlich verankerten Anspruch auf eine zusätzliche digitale medizinische Leistung, die jederzeit und überall zugänglich ist, wie eine digitale Therapiebegleitung. Dem Schutz sensibler Gesundheitsdaten in der Mika-App räumt das Digital Health Unternehmen Fosanis höchste Priorität ein: Alle Datensätze liegen auf deutschen Servern, für die höchste Sicherheitsstandards gelten. Sämtliche personenbezogene Daten der Mika-App werden nur in Rechenzentren gespeichert, die nach ISO 27001 zertifiziert sind. Die Datenhoheit bleibt bei den Nutzer:innen.

Quelle: Fosanis GmbH