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„Gesundheit steht für viele an erster Stelle“ mit dieser Erkenntnis luden Tagungspräsident Dr. med. Peter Mohr, Hautarzt aus Buxtehude und Tagungssekretär Prof. Dr. med. Christoffer Gebhardt, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten Medikamentöse Tumortherapie, dazu ein, in freundschaftlicher und kollegialer Atmosphäre am 31. Deutschen Hautkrebskongress teilzunehmen.

Nach den ersten Grußworten stellte Prof. Dr. med. Roland Kaufmann, Hautarzt in Frankfurt am Main-Sachsenhausen, den Gewinner des 17. Deutschen Hautkrebspreises 2021 (dotiert mit 10.000 Euro) der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) vor. Die Juroren waren vor allem von den aktuellen Forschungsarbeiten und Publikationen aus der Arbeitsgruppe von PD Dr. Sebastian Haferkamp, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) überzeugt. Darunter unter anderem Forschungsarbeiten zu Immuntherapie-bedingten Komplikationen (z. B. Colitis, Hepatitis und Thyreoiditis) in der Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms, beispielsweise bei der Verwendung der Kombinationstherapie aus Nivolumab plus Ipilimumab. In dieser Situation kann auch die Reaktivierung des Cytomegalovirus (CMV) für schwere akute Immunpathologien verantwortlich sein. Daher ist es von besonderer Bedeutung entsprechende Risikopopulationen zu erkennen und eine wirksame Prophylaxe anzubieten, so Kaufmann zur Bedeutung dieser Publikation. [1] „Forschung ist immer Teamarbeit, es waren viele Leute an den Arbeiten beteiligt. Ich freue mich im Namen aller Beteiligten riesig über den Preis und bedanke mich bei dem wissenschaftlichen Komitee für diese Auszeichnung“, so Haferkamp.

Prof. Dr. Axel Hauschild, Leiter der Arbeitsgruppe Dermatologische Onkologie an der Universitäts-Hautklinik Kiel, präsentierte im Anschluss die aktuellen Förderaktivitäten der Hiege-Stiftung. Über einen Zeitraum von mittlerweile 15 Jahren hat die Hiege-Stiftung etwa zwei Millionen Euro zur Unterstützung und Auszeichnung von Hautkrebsforschungsaktivitäten bereitgestellt. Hausschild rief anlässlich des Kongresses dazu auf, sich jetzt schon auf den Fleur Hiege-Gedächtnispreis und die Forschungsstipendien 2022 zu bewerben.

Literatur:

  1. Hutchinson JA, Kronenberg K, Riquelme P et al. Virus-specific memory T cell responses unmasked by immune checkpoint blockade cause hepatitis. Nat Commun 2021; 12: 1439

Quelle: Tagungseröffnung des 31. Deutschen Hautkrebskongresses am 09.09.2021