DieWegeder Tumorzellen. 
Ein(e) Tumor (Metastase) ist sehr heterogen und besteht nicht nur aus unterschiedlichen Tumorzellen, sondern wird auch durch Zellen des Immunsystems infiltriert,die dasTumorgeschehen mitbestimmen. EinzelneTumorzellen können sich vom Tumor oder der Metastase lösen und in die Blutbahn gelangen, wo sie als Zirkulierende Tumorzellen (CTCs) bezeichnet werden (1). Einige CTCs bilden anschließend ein Duett (2), oder auch Zellverbände mit Immunzellen, gerne Neutrophilen (3), um dann singulär in ein sekundäres Organ als DTC (4), wie das Knochenmark, einzuwandern („Dynamic Touch and Go“). Ein Mechanismus, um in Ruhe zu schlafen, ist die Manipulation von Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) (5). Sowie der Tumor/ die Metastase selbst, geben CTCs auch aktiv oder durch Apoptose/Nekrose ihre „Zellinhalte“ in das Blut ab. Dazu zählen die zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA), microRNAs, in Vesikeln verpacktes Tumormaterial, aber auch Liganden (sPD-L1/2) von Tumor- und Immunzellen, die prognostisch bedeutsam sein können. Neben gesunden Zellen und ihrer Fragmente beinhaltet das Blut auch Zellen des Immunsystem, die das Tumorgeschehen beeinflussen, wie „Tumor Educated Platelets“ (TEP). Abkürzungen: sPD-1: Soluble Programmed Cell Death Protein 1; sPD-L1: Soluble Programmed Cell Death Protein Ligand-1 (modif. nachmedicalgraphics.de).
Die Wege der Tumorzellen.
Ein(e) Tumor (Metastase) ist sehr heterogen und besteht nicht nur aus unterschiedlichen Tumorzellen, sondern wird auch durch Zellen des Immunsystems infiltriert,die dasTumorgeschehen mitbestimmen. EinzelneTumorzellen können sich vom Tumor oder der Metastase lösen und in die Blutbahn gelangen, wo sie als Zirkulierende Tumorzellen (CTCs) bezeichnet werden (1). Einige CTCs bilden anschließend ein Duett (2), oder auch Zellverbände mit Immunzellen, gerne Neutrophilen (3), um dann singulär in ein sekundäres Organ als DTC (4), wie das Knochenmark, einzuwandern („Dynamic Touch and Go“). Ein Mechanismus, um in Ruhe zu schlafen, ist die Manipulation von Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) (5). Sowie der Tumor/ die Metastase selbst, geben CTCs auch aktiv oder durch Apoptose/Nekrose ihre „Zellinhalte“ in das Blut ab. Dazu zählen die zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA), microRNAs, in Vesikeln verpacktes Tumormaterial, aber auch Liganden (sPD-L1/2) von Tumor- und Immunzellen, die prognostisch bedeutsam sein können. Neben gesunden Zellen und ihrer Fragmente beinhaltet das Blut auch Zellen des Immunsystem, die das Tumorgeschehen beeinflussen, wie „Tumor Educated Platelets“ (TEP). Abkürzungen: sPD-1: Soluble Programmed Cell Death Protein 1; sPD-L1: Soluble Programmed Cell Death Protein Ligand-1 (modif. nachmedicalgraphics.de).

S. Kasimir-Bauer

Immer mehr Menschen leben mit der Diagnose Krebs, wobei Brust-und Prostatakrebs dominieren. Durch verbesserte Behandlungsmethoden steigt auch die Rate an Personen, die die Erkrankung überleben. Ein Drittel der Betroffenen lebt weiter mit der Erkrankung oder hat ein erhöhtes Risiko, einen Rückfall zu erleiden und zu versterben. Gesucht werden Biomarker − bevorzugt im Blut − um die Erkrankung besser zu verstehen, zu beobachten, früher einzugreifen und eine sogenannte personalisierte Therapie durchführen zu können. Im Fokus stehen hier einzelne Tumorzellen, die im Blut zirkulieren, aber auch ihr genetischer Inhalt wird zunehmend untersucht, um diese Fragestellungen zu klären. Im Zeitalter der Immuntherapien wird auch die Interaktion der Tumorzellen mit Zellen des
Immunsystems berücksichtigt. Ein komplexes Geschehen, das therapeutisches Handeln zunehmend erschwert und im Folgenden näher beleuchtet werden soll.